Deutschkanadischer Kongress  
German Canadian Congress - Ontario

Nachrichten: Herbst - Winter 2002


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German World Alliance
(Deutsche Weltallianz) in Washington gegründet

Am 21. September 2002 fand die Gründungsversammlung der German World Alliance in der Georgetown Universität in Washington D.C. statt. Die GWA ist in erster Linie ein Dachverband für nationale Organisationen, die ihre sprachliche und kulturelle Herkunft als deutsch bezeichnen. Dazu zählen nicht nur Deutsche, sondern auch Österreicher, Schweizer und verschiedene andere Volksgruppen in der ganzen Welt.

Auch Privatpersonen und lokale Organisationen sind als Mitglieder in der GWA herzlich willkommen. Die Arbeit der GWA soll in Zusammenarbeit mit dem VDA (Verein für Deutsche Kulturbeziehungen im Ausland e.V.) in Deutschland geschehen, einem Verein, der bereits im Jahre 1881 gegründet wurde.

Die Aufgaben der German World Alliance sind, den Deutschen im Ausland, in Österreich in der Schweiz und in Deutschland eine vereinte Stimme gegenüber der Presse und den Regierungen der einzelnen Länder zu geben, vor allen Dingen, wenn es sich um Verletzungen der Menschenrechte handelt, mag dieses in Afrika, Amerika Asien, Australien, Europa, oder in Südamerika geschehen. Der Austausch von Informationen und die weltweite Kommunikation werden ein

wichtiger Bestandteil der Arbeit der GWA sein. Eine positive Zusammenarbeit mit den Regierungen der einzelnen Staaten soll natürlich immer angestrebt und gepflegt werden.

Es sollen auch kulturelle Beziehungen zwischen den verschiedenen Ländern gepflegt und gefördert werden. Weitere Ziele sind die Zusammenarbeit mit der "Human Rights Organisation of the UN", mit "Amnesty International" und mit "Human Rights Watch".

Der Vorstand der GWA setzt sich aus folgenden Personen zusammen

Präsident: Prof. Dr. Alfred Obernberger
Exekutive Direktor: Dr. Marianne Bouvier

1. Vize Präsident: Ernst Friedel
2. Vize Präsident: Kearn Schemm
Schatzmeister: Prof. Volker Schmeissner
Sekretär: Dr. Herbert Traxler
Webmaster: Dr. Carol Traxler

Direktors: Anton Bergmeier, Dr.Nicholas Bruck,
Edgar Grunwald, Fredrick Seelman,
Horst-Adolf Uhlich.

Eine Computerseite ist im Aufbau. Zu finden unter:
http://www.geocities.com/germanalliance/

 

Liebe Mitglieder und Freunde,

Wieder sehen wir dem Ende eines Jahres entgegen und es war doch erst kürzlich, als wir die Schwelle eines neuen Jahrtausends überschritten. So fühlen wir doch? Das neue Jahrhundert wurde von den Medien und manchen Politikern als das Jahrhundert des Friedens proklamiert. Was jedoch in diesen ersten zwei Jahren des neuen Jahrhunderts auf die Menschheit zukam sieht nicht gerade friedlich aus. Hunderte haben inzwischen im Konflikt zwischen Israel und Palästina und in Afghanistan ihr Leben verloren und die Terroranschläge in Bali, in Moskau und in New York zeugen nicht von Frieden. Wir hören das Kriegsgeschrei um den Irak, Nord Korea und Iran. Ja, was wird das neue Jahr, das neue Jahrhundert bringen und mit welchen Problemen müssen wir uns wohl auseinandersetzen? Fragen, auf die wir keine Antwort haben. Die meisten Probleme haben ihren Ursprung im menschlichen Herzen, und das ist wohl der Punkt, wo sich manches ändern sollte. Auf der positiven Seite kann ich berichten, dass wir auch in diesem Jahr Fortschritte gemacht haben. Manche Türen bei Politikern und den Medien haben sich geöffnet und das Ansehen unserer Volksgruppe hat sich wesentlich gebessert. Es gibt zwar noch vieles zu tun, aber unsere Arbeit hat doch einigen Erfolg zu verzeichnen. Das sollte uns alle anspornen mit frohem Herzen weiterzumachen.

Weihnachten steht wieder vor der Tür. Wenn die Menschen dem Rat des Kindes folgen würden, dessen Geburt wir feiern, dann wären viele Probleme in der Welt gelöst.

Ihnen allen wünsche ich ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest und alles Gute im Neuen Jahr.

Ihr Ernst Friedel                        Oh du Fröhliche

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Erinnerungen an Georg Friedrich Händel und an seine Geburtsstadt
von Erhard West

Wenn die Uhr auf die Winterzeit umgestellt wird sind es nur noch wenige Wochen bis zur Adventszeit. Obwohl der Advent mit Weihnachten zu tun hat scheint es heute gerade so, als ob durch den Weihnachtsrummel in den Geschaeften und Medien der Advent fast unterdrückt wird. Advent haben wir in unserer Familie immer als eine Zeit der Stille, der Einkehr und der Vorfreude verstanden. Diese Vorfreude war nie als Gaudi zu verstehen, sondern als eine stille Freude, die das Herz und Gemüt einnahm und dabei Geborgenheit und Wärme ausstrahlte.

Solche Freude des Herzens in Musik zu fassen war das Handwerk eines der größten Künstler unserer alten Heimat: Georg Friedrich Händel. Ich denke dabei an Adventslieder, wie:

„Tochter Zion, freue dich! oder: „Freue dich Welt, dein König naht.
Jauchze laut, Jerusalem. Mach deine Tore weit.
Sieh, dein König kommt zu dir. Er kommt nach seines Vaters Rat,
Ja, er naht, der Friedefürst!“ Der Herr der Herrlichkeit...“

Neben J.S. Bach und L.v. Beethoven zählt Händel zu den bekanntesten Schöpfern der klassischen europäischen Musik. Er erblickte das Licht der Welt am 23. Feb. 1685 in Halle/Saale. Die Stadt Halle, im Herzen Deutschlands gelegen, zählt zu den ältesten deutschen Städten. Im Juni 1961 feierte Halle/Saale sein tausendjähriges Bestehen. Als Hallenser wird man gelegentlich als „Sachse“ angesprochen. Es gibt mehrere „Halle“ in Deutschland, und um hier Verwechslungen zu vermeiden war bis zur Einführung der neuen Postleitzahlen unser offizieller Stadtname: „Halle/Saale“. Wer die Saale in Sachsen sucht wird kaum Erfolg haben. Und dann noch eine Klarstellung: Es sind böse Zungen, die behaupten, es gäbe in Halle drei Sorten von Einwohnern: Hallenser, Halloren und Hallunken...

Lange vor der Stadtgründung machten sich slawische Einwohner die in der Saaleaue befindlichen Salzquellen zunutze. Im frühen Mittelalter diente Halle den karolingischen Königen als Grenzbefestigung gegen die im Osten wohnenden heidnischen Sachsen und Slawen. Kaiser Otto I. schenkte 961 die Stadt den Magdeburger Erzbischöfen, wonach Halle für Jahrhunderte erzbischöfliche Residenzstadt wurde. 1281 erlangte Halle den Anschluss an den Bund der Hansestädte. 1680 wurde Halle preussisch. Unter der preussischen Verwaltung wurde Halles Universität gegründet. Bald danach wurde Halle Zentrum des deutschen Pietismus und der deutschen Aufklärung. Wirtschaftlich entwickelte sich Halle im 19. und 20. Jahrhundert zu einer der führenden deutschen Industriestädte. In ihrer Blütezeit stellten die Chemie- und die Zuckerindustrie, der Maschinenbau und Flugzeugbau, der Bergbau und das Verkehrswesen die Schwerpunkte der halleschen Wirtschaft dar.

Am Ende des 2. Weltkrieges gehörte Halle nach „nur“ drei Luftangriffen zu den weniger zerstörten Städten in Deutschland. Graf Luckner rettete 1945 durch seine geschickten Verhandlungen die Stadt vor der totalen Zerstörung durch die Amerikaner.

Am Ende der DDR-Zeit befanden sich jedoch weite Stadtgebiete in einem baufälligen und abbruchreifen Zustand. Bis 1952 war Halle/Saale die Landeshauptstadt von Sachsen/Anhalt. Trotz umfangreicher Bau- und Renovierungsmassnahmen kann sich die Stadt heute von den Folgen der DDR-Wirtschaft nur schwer erholen, da viele veraltete Industriebetriebe stillgelegt worden sind, wodurch die Arbeitslosigkeit enorm hoch ist.

Das Wahrzeichen der Stadt Halle/Saale ist der Marktplatz mit seinen fünf Türmen. Zu Füßen des Roten Turmes steht seit 1858 das Händeldenkmal, ein beliebter Treffpunkt der Hallenser bei Verabredungen. Das Geburtshaus G.F. Händels, unweit vom Marktplatz gelegen, hat sowohl die Kriegszeiten, als auch die DDR-Zeit überstanden. Als Museum dient es bei den alljährlich stattfindenden internationalen Händelfestspielen als Kulturzentrum für die zahlreichen Besucher.

Händels Musikschaffen entfaltete sich zunächst in aller Heimlichkeit auf dem Dachboden seines Elternhauses. Nach dem Willen seines Vaters sollte er Jura studieren, jegliches Instrumentenspiel war ihm verboten. Dem jungen Georg Friedrich gelang es trotzdem, ein Klavichord heimlich auf den Dachboden zu schmuggeln, auf dem er dann regelmässig übte. Anlässlich eines Familienbesuches der Händels im Schloss von Weissenfels beeindruckte der junge Georg Friedrich den gastgebenden Herzog mit seinem Orgelspiel dermassen, dass dieser den Vater Händel überredete, den Sohn parallel zur Rechtswissenschaft auch Musik studieren zu lassen. Daraufhin nahm Georg Friedrich in der halleschen Marktkirche beim Komponisten Friedrich Wilhelm Zachow Musikunterricht.

G.F. Händel schloss 1702 sein Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Halle erfolgreich ab. Beruflich arbeitete er dann als Organist bei der halleschen reformierten Domgemeinde. In dieser Zeit befreundete er sich mit dem in Leipzig wohnenden Georg Philipp Telemann, der ihn mit der Welt der Oper bekannt machte. Danach hielt es Händel nicht länger im provinziellen Halle aus. Händel zog 1703 nach Hamburg. Dort wirkte er am Opernhaus unter Reinhard Keiser als Geiger und Cembalist. In Hamburg schuf Händel seine ersten Opern: „Almira“ und „Nero“.

Zwischen 1706 und 1710 arbeitete Händel in Italien, wo er sich als Schöpfer italienischer Opern einen Namen machte. Im Juni 1710 wurde Händel vom Kurfürsten von Hannover als Hofkapellmeister angestellt. Händels neuer Landesherr trat 1714 als Georg I. in London die englische Thronfolge an. Da Händel vorher London bereits kennengelernt hatte, verlegte er nun seinen Wohnsitz nach England und hat dann bis zu seinem Tod in England gelebt. Deutschland sah er nur noch besuchsweise.

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Forsetzung von Seite 2

Von 1720 bis 1728 komponierte Händel Werke für das italienische Opernhaus in London, der Royal Academy of Music. Später fungierte er hier auch als Direktor des Theaters. Im Laufe des abnehmenden Interesses an italienischen Opern durch das Londoner Publikum widmete sich Händel der Schöpfung von Oratorien. Sein erstes Oratorium wurde das am meisten bekannte Werk: Der 1742 uraufgeführte „Messias“. Mit den Arbeiten am „Messias“ hatte Händel im Spätsommer des Vorjahres begonnen und das Werk dann ohne Unterbrechung in 24 Tagen fertiggestellt. Der „Messias“ wurde Händels grösster Erfolg und sein bedeutendstes Kunstwerk. Inhaltlich illustriert der „Messias“ die Grundlagen des Christentums, Christi Geburtsankündigung, Christi Geburt, Leben, Tod und Auferstehung. Die Uraufführung des „Messias“ fand in Dublin in der New Music Hall statt. Es wird berichtet, dass der englische König, und mit ihm das anwesende Publikum, sich beim „Hallelujachor“ spontan von den Plätzen erhoben und das Werk stehend zu Ende gehört hat. Der Hauptgrund für die Beliebtheit des „Messias“ liegt in dessen herrlichen Chorsätzen. Im packenden „Hallelujachor“ erweist sich Händel als wahrer Meister der Chormusik.

Zu Händels Hauptwerken gehören neben dem „Messias“ der 1746 geschaffene „Judas Makkabäus“, über vierzig Opern, Instrumentalmusikwerke, wie Concerti grossi, Orgelkonzerte, Klaviersuiten, und zahlreiche Lieder. 1751 wurde Händel durch Blindheit gezwungen, seine Tätigkeit als Komponist aufzugeben. Er blieb jedoch weiterhin aktiv. In der Karwoche 1959 dirigierte er noch eine Messiasaufführung, einen Tag vor seinem Tod.

Bei allem Erfolg im Leben bewahrte sich Händel eine schlichte biblische Frömmigkeit, die vor seinem Tod noch einmal in dem Wunsch zum Ausdruck kam, am Karfreitag sterben zu wollen, um, wie er sagte, - „mit seinem guten Gott, seinem gnädigen Herrn und Heiland am Tage seiner Auferstehung vereint zu sein“.

Zur Beisetzung Georg Friedrich Händels in der Londoner Westminster Abbey im April 1759 erschienen über 3000 Menschen. Auf Händels Grabdenkmal stehen die Anfangsworte der Messias-Arie: „Ich weiss, dass mein Erlöser lebt“.

 

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Paul Tuerr erhält die Goldene Jubiläumsmedaille

Am 1. Dezember 2002 wurde Paul Tuerr mit der Goldenen Jubiläumsmedaille der Königin Elizabeth II ausgezeichnet. Diese Medaille wurde zum 50 jährigen Jubiläum der Thronbesteigung der Königin speziell geprägt. Diese Auszeichnung erhalten Personen, die besondere Leistungen zum Aufbau Kanadas und in ihrer Gemeinde gebracht haben.Paul Tuerr wohnt in Kitchener und ist trotz seiner 82 Jahre noch voll im Geschäft tätig.

In Miletitsch in der Batschka (Jugoslawien) geboren verließ er in Jahre 1939 als 19 Jähriger seine Eltern, um in Deutschland, der Heimat seiner Vorfahren, eine Existenz aufzubauen. Er folgte den Fußstapfen seiner Vorväter, die seit vier Generationen im Baugewerbe tätig waren, und besuchte die Ingenieurschule in Stuttgart. 1947 legte er seine Prüfung als Bauingenieur ab.

1948 fasste Paul den Entschluss, nach Kanada auszuwandern und kam im September in Kitchener an. Bereits ein Jahr später, 1949, gründete er sein Baugeschäft „Paul Tuerr Construction“. Diese Firma gehört zu den bekanntesten in dieser Branche und genießt heute bei den Behörden und in Geschäftskreisen das höchste Ansehen.

Trotz der geschäftlichen Erfolge hat Paul Tuerr sein deutsches Erbgut nie vergessen und wegen seiner Beiträge ist er heute Ehrenmitglied in einigen deutschkanadischen Vereinen, sowie Vizepräsident des Deutschkanadischen Kongresses.

Wir gratulieren Paul Tuerr zu der ehrenvollen Auszeichnung und wünschen ihm für die Zukunft alles Gute.

 

"Die Flucht der Deutschen"

Eine Sonderausgabe des Nachrichtenmagazins “Der Spiegel”

Vor einigen Wochen erschien im deutschen Nachrichtenmagazin “Der Spiegel” eine Serie über die Vertreibung der Deutschen nach dem zweiten Weltkrieg. Diese Serie wurde nun in einer Sonderausgabe zusammengefasst. Es wird berichtet, wie die Deutschen aus ihrer Heimat in Ostpreußen, im Balkan, in Polen, in Rumänien, im Sudetenland, in den baltischen Staaten am Ende des zweiten Weltkrieges vertrieben wurden. Alles, was sie und ihre Vorfahren in Generationen aufgebaut hatten, mussten sie zurücklassen. Lange wurde nichts über die Vertreibung gesagt, im Gegenteil es war verpönt darüber öffentlich zu sprechen. Wir sind dankbar, daß „Der Spiegel“ dieses Thema aufgegriffen hat und der Öffentlichkeit dadurch die Gelegenheit gibt, sich darüber zu informieren. Darüber hinaus werden diese Berichte auch interessant für unsere Kinder sein. Sie geben ihnen einen Einblick über das, was ihre Eltern und Großeltern am Ende des zweiten Weltkriegs durchgemacht haben. Wahrscheinlich wird diese Sonderausgabe des „Spiegels“ eines Tages historischen Wert haben. Der DKK hat eine größere Anzahl dieser Ausgabe bestellt. Wenn Sie daran interessiert sind, dann können Sie diese in unserem Büro abholen oder auch telefonisch bestellen.

455 Conestoga Road, Waterloo, Ont. N2L 4C9, Tel.: (519) 746-9006 oder 1-800-364-1309

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50 Jahre Transylvania Hofbrau Kapelle

Im Jahre 1952 gründeten Musik Professor Walter Scholtes und John Werner die „Transylvania Brass Band“. 1954 war die Kapelle 50 Mann stark. Im Frühjahr 1966 löste sich die Kapelle auf, ein großer Verlust für Klub und Landsleute. Im Herbst 1966 wurde Steve Schatz von einigen übrig gebliebenen Musikern überredet, die Kapelle wieder ins Leben zu bringen. Mit 16 Mann wurde die neue „Transylvania Hofbrau Band“ geformt. Durch frisches Blut und Eifer wurde die Kapelle sehr beliebt. 1969 war sie die erste und einzige deutsche Kapelle, am originalen Oktoberfest beteiligt zu sein, mit dem Trinklied „Ein Prosit“ und dem berühmten „Zicke-Zacke“. 1971 wurde die erste Schallplatte mit „Oktoberfest Klänge“ gepresst, und 6000 wurden verkauft. 1992, 93, 94 unterhielt die Kapelle mit einem Zwei-Stunden-Fernsehprogramm, mit Blasmusik aus der alten Heimat. Heute ist die Kapelle 30 Mann stark und multikulturell, denn die Siebenbürger sind es gewohnt, mit anderen Volksgruppen auszukommen.

Ein kurzer Überblick der musikalischen Leistungen

1974 - Toronto International Building – 8000 Besucher

1995 - Erster Preis beim “Kiwanis Musik Festival”
1996 - „Ein Prosit Award“ K-W Oktoberfest Inc.
1997 - Beliebteste Hauskapelle im Transylvania Klub
1998 -„Delhi Heritage Festival“ – 4000 Besucher

2002 - Europa Tour – 8 Konzerte, Deutschland & Österreich

Die Konzerte erzielten den gewünschten Erfolg. Auch in der Zukunft will die Kapelle unseren deutschen Landsleuten das geben, was sie von der alten Heimat noch in Erinnerung halten und pflegen.

                                                                                                         

Deutsch-kanadischer Volkstrauertag in Kitchener

Wie in den vergangenen Jahren wurde auch in diesem Jahr anläßlich des Volkstrauertages am 17. November wieder der Gefallenen beider Weltkriege, der Toten in der Zivilbevölkerung und der Opfer der Gewaltherrschaft gedacht. Die Gedenkfeier fand, wie schon immer, am Nachmittag auf dem Woodland Cemetery in Kitchener statt. Hunderte von Menschen hatten sich trotz des kalten Wetters – es lag noch etwas Schnee – auf dem Friedhof eingefunden. Honorarkonsul Peter Kruse hatte wieder die Gesamtleitung der Gedenkveranstaltung. Musikalisch wurde die Feier umrahmt von der Transylvania Blaskapelle unter der bewährten Leitung von Steve Schatz und von den Concordia-Chören, die wie immer von Alfred Kunz dirigiert wurden. Nachdem Pastor Fred Rink von der evangelischen Bethel-Kirche das Eingangsgebet gesprochen hatte, hielt der Generalkonsul der Bundesrepublik Deutschland, Herr Dr. Klaus Rupprecht, seine Ansprache, in diesem Jahr ganz auf englisch. Er erinnerte daran, daß Kanada und Deutschland seit über fünfzig Jahren enge Verbündete sind und daß wir an diesem Tage aller Toten gedenken – der gefallenen Soldaten, der Opfer unter der Zivilbevölkerung und nicht zuletzt derjenigen, die ihr Leben unter Tyrannei und durch Terrorismus lassen mußten. Er unterbrach seine Ansprache mit einer Schweigeminute zum Gedenken an die Toten.

Im Anschluß an die Worte des Generalkonsuls fand die Kranzniederlegung statt. In Begleitung von deutschen Offizieren der drei Waffengattungen (Heer, Luftwaffe, Marine) legte zunächst Dr. Rupprecht den Kranz der Bundesrepublik nieder. Ihm folgten die Vertreter der kanadischen Regierung (MP Andrew Telegdi), der Regierung von Ontario (MPP Elizabeth Witmer und MPP Wayne Wettlaufer), der Regionalverwaltung von Waterloo (Ken Seiling) und der Städte Kitchener (Mayor Carl Zehr) und Waterloo. Die Vertreter von deutsch-kanadischen Verbänden, Klubs, der Concordia-Schule und anderen Institutionen, sowie Delegierte der kanadischen Veteranen-Organisationen schlossen sich an. Tony Bergmeier, Landespräsident des Deutsch-Kanadischen Kongresses, legte den Kranz unseres Verbandes nieder. Mehrere Delegationen kamen aus Toronto, St. Catharines, Guelph und London. Unter den 26 Kränzen konnte man auch einen aus Timmins sehen.

Das Schlußgebet sprach Pater Martin Mikulski, Pfarrer der katholischen Gemeinde von St. Mary’s. Dem folgten das immer wieder zu Herzen gehende Lied ‚Ich hatt einen Kameraden’, das von vielen Anwesenden mitgesungen wurde, und der Zapfenstreich, von einem Trompeter der Transylvania-Kapelle geblasen.

Wie Dr. Gottlieb Leibbrandt in seinem Buch „Little Paradise“ berichtet, wurde die deutsche Kriegsgräberstätte auf dem Woodland-Friedhof am 23. Mai 1971 eingeweiht. Aus diesem Anlaß war der Präsident des Volksbundes Deutscher Kriegsgräberfürsorge (VDK), Prof. W. Thiele, nach Kitchener gekommen. 1970 waren die sterblichen Überreste von 187 Kriegstoten aus 36 Orten Kanadas zum Woodland Cemetery überführt worden, wo ihre Namen zusammen mit Dienstrang und Lebensdaten auf kleinen Granit-Kreuzen eingemeißelt sind. Diese Männer – Frauen sind meines Wissens nicht darunter – sind in Kriegsgefangenenlagern und auch Internierungslagern, wo in beiden Weltkriegen deutsche bzw. deutsch-kanadische Zivilisten inhaftiert waren, gestorben. Zum Teil sind sie ihren Verwundungen erlegen, andere sind an Krankheiten und infolge von Unfällen gestorben. Zwei sind 1941 oder 1942 bei einem Ausbruchsversuch aus einem Kriegsgefangenenlager, an dem 28 Soldaten beteiligt waren, auf der Flucht erschossen worden. Auch diese zwei sind mit militärischen Ehren damals würdevoll beigesetzt worden. (Die anderen 26 Soldaten wurden ins Lager zurückgebracht.) In 39 Gräbern auf dem Woodland Cemetery sind Tote des ersten Weltkriegs bestattet, in den anderen Soldaten und Zivilinternierte des zweiten Weltkriegs. Das erste Grab des letzten Krieges ist auf den 18. Mai 1941 datiert, die letzten Gräber auf den 18. Dezember 1946. An diesem Tag sind gleich vier Soldaten begraben worden, ein Oberfeldwebel, zwei Feldwebel und ein Unteroffizier. Waren sie Opfer eines Unfalls? Wer weiß Genaueres?

Laut Dr. Leibbrandt waren im Mai 1972 etwa 2000 Deutschkanadier bei der feierlichen Einweihung dieser gemeinsamen Ruhestätte dabei. Seitdem ist die Beteiligung an dieser Gedenkstunde am Volkstrauertag für sehr viele Menschen ein besonderes Anliegen, ja eine Ehrensache. Am Vortag der diesjährigen Gedenkveranstaltung wurde eine Dame beobachtet, wie sie an jedes zweite oder dritte Kreuz ein schönes Blumenkränzchen befestigte. Wir sind ihr alle dankbar dafür und würden uns freuen zu erfahren, wer sie ist.

Manfred Richter, Waterloo

Volkstrauertag1         Volkstrauertag2         Volkstrauertag

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           Deutscher Pioniertag zum dritten Mal in Kitchener gefeiert

Am 15 Oktober 2002 wurde der Deutsche Pioniertag unter dem Motto: "90 Jahre Berlin/Kitchener" auch dieses Jahr in Kitchener gefeiert. Der Deutsche Pioniertag wurde von der Landesregierung Ontario's als besonderer Tag gesetzlich festgelegt, um die Beiträge, die deutsche Einwanderer zum Aufbau Kanadas geleistet haben, zu würdigen. Diese besonderen Beiträge werden jedes Jahr am Tag nach dem kanadischen Erntedankfest gefeiert.

Das Programm begann um 11:00 mit der Eröffnung der Ausstellung verschiedener Organisationen. Diese Ausstellung wurde von Anton Bergmeier organisiert und fand sehr guten Anklang. Zu den Ausstellern gehörten deutsche Vereine, deutsche Kirchen, die deutsche Abteilung der Universität Waterloo, das Archiv der hiesigen Tageszeitung, Privat-archive deutscher Pionierfamilien, die Waterloo Historical Society, die Stadt Kitchener, die Sprachschule Concordia und andere.  

Ab 12:00 mittags wurden im Sitzungssaal des Rathauses deutsche Filme gezeigt. "Ein Volk sprengt seine Mauern", "The Germans in Amerika" und Heimatfilme mit deutscher Musik. 

Ab 15:00 spielte die Hofbräu Kapelle unter der Leitung des bekannten Dirigenten Steve Schatz im Eingangssaal des Rathauses. Es war besonders nett, daß dabei keine Lautsprecher einschaltet waren, so konnten die Besucher nicht nur unverfälschte Musik genießen, sondern sich auch unterhalten.

  Um 15:30 gab es einen sehr guten Auftritt der Hengsberg Tanzgruppe aus Österreich. 

Um 17:00 begannen die offiziellen Feierlichkeiten mit Begrüßung (James Breithaupt), Gebet, Singen der National-hymnen (Deutschland, Österreich, Schweiz), sowie Kurzansprachen von: Anton Bergmeier, Präsident,

Deutsch-kanadischer Kongress, Carl Zehr, Bürgermeister der Stadt Kitchener, Karen Redman, MP, Kitchener Centre,

Wayne Wettlaufer, MPP, Kitchener Centre und die Ansprache des Ehrengastes, der deutsche Botschafter Dr. Christian Pauls.  

Danach wurden weitere Ehrengäste vorgestellt, gefolgt von Grußworten, die uns für diesen besonderen Tag zugeschickt wurden. Die Vorsitzenden der verschiedenen Vereine und Organisationen wurden vorgestellt. Dann kam die Verleihung des "German Pioneers Awards" an drei Pionierfamilien:

Betty and Herbert Schneider für die M. Schneider Familie, Elizabeth Kuntz fuer die David Kuntz Familie, James Breithaupt für die Louis Breithaupt Familie.

 

Dann kam die Wiederholung der Proklamation, wie sie vor 90 Jahren stattfand, als Berlin (jetzt Kitchener), zur Stadt erklärt wurde. Aufgearbeitet und fuer diesen Tag neu geschrieben wurde diese Vorführung von Heinz Guerlin.

Es folgten deutsche Lieder, vorgetragen vom Concordia Chor, unter der Leitung von Alfred Kunz. Und zum Abschluss wurde das englische Lied, "We Rise Again" gesungen.  Dieses Lied nimmt Bezug auf die nächste Generation. Dann gab es einen Empfang für Ehrengäste mit Abendessen im Transylvania Club.

Es was ein schöner Tag, der vielen Besuchern noch lange in Erinnerung bleiben wird. Allen, die durch ihre Arbeit und Spenden zum Erfolg dieses besonderen Tages beigetragen haben, gebührt unser herzlicher Dank. Sie haben es nicht nur für das Komitee getan, sondern für unsere ganze deutsche Gemeinde.

 

GEORGE GUENZLER AND SONS INC.
Norbert V. Englisch, President
859 Courtland Avenue East
Kitchener, Ontario N2C 1K4
Tel: 519-579-5080 Fax: 519-579-0044
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Deutschsprachige Andrassy-Universität
in Budapest eröffnet

Budapest (dpa) - Mit der Andrassy-Universität in Budapest ist am Montag die erste deutschsprachige Hochschule für postgraduierte Studien außerhalb des deutschen Sprachraums eröffnet worden. Ungarn und die gesamte mittel-osteuropäische Region «befinden sich auf dem Weg in eine gemeinsame europäische Zukunft», sagte Gründungsrektor György Hazai in einer Festansprache. «Wir wollen unsere Studenten fit für Europa machen.».

Die Andrassy-Universität, die am Dienstag den Lehrbetrieb aufnimmt, bietet zweijährige Aufbaustudiengänge in den Fächern Vergleichende Staats- und Rechtswissenschaften, Internationale Beziehungen und Mitteleuropäische Studien an. Im ersten Jahr sind rund 70 Studenten aus Ungarn, weiteren Ländern Mittelosteuropas, sowie aus Deutschland eingeschrieben. Benannt ist die Universität nach dem ungarischen Grafen Gyula Andrassy (1823-1890), der von 1871 bis 1879 Außenminister der österreichisch-ungarischen Monarchie war.

Die Gründung der Andrassy-Universität hatten Ungarn, Bayern, Baden-Württemberg und Österreich gemeinsam auf den Weg gebracht. Unterstützt wird das Projekt vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD). Am Eröffnungsakt in der Budapester Universität nahmen unter anderen der bayerische Wissenschaftsminister Hans Zehetmair und sein früherer baden-württembergische Kollege Klaus von Trotha teil. Die Räume der neuen Hochschule im repräsentativen Palais Festetics waren noch nicht völlig fertig gestellt. Der Prachtbau soll im November im Beisein von Bundespräsident Johannes Rau eingeweiht werden.

 

DKK-Freiwillige Rentenhelfer

Linda Kiesewalter:
1594ClaymorAvenue
10 Superior Cr.
Ottawa, ON, K2C 1T3
Tel.: (613)224-7467,
Fax: (613)224-5538.

Hilde Weber:
10 Superior Drive
North Bay, ON, P1A 2V8
Tel.: (705) 472-6005.

Harald Matthiessen:
1264 LandfairCr.
Oakville,ON,L6H 2N3
Tel.: (905) 338-0125.

Frederick A. Mueller:
141 Wortley Road
London, ON, N6C 3P4
Tel.: (519)673-1300,
Fax: (519) 673-1728.

Hans Ludchen:
7046 Brian Cr.
Niagara Falls, ON, L2J 3P5
Tel. & Fax: (905) 356-6747.

 

 

Ristau Construction Limited.
Apartments - Land Developments - Leasing of Industrial Space
Established 1964

ROWA DEVELOPMENTS INC.

A DIVISION OF
W. RISTAU CONSTRUCTION LIMITED
Commercial Retail Space for lease
169 Lexington Court, Waterloo, Ontario N2J 4R3
Tel.: (519) 696-3663 Fax: (519) 746-4027

 

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THE FIRST GERMAN READING CIRCLE IN CANADA

DER ERSTE DEUTSCHE LESEZIRKEL IN KANADA UND NORD ONTARIO

Reinhard Schneider
R.R. #1, Waubaushene, Ontario
L0K 2C0 Tel.: (705) 835-2055

 

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Herzliche Einladung  zum großen Advents- und Weihnachts-Heimatabend

Thema: „Gott lädt uns ein zu seinem Fest“

Aus dem Programm:
Adventssingen
Gastinterpreten für Flügel, Klarinette, Saxophon,
Akkordeon, Vokal Terzett
Multimedia Präsentation: Halle und Händel
Chöre: Männer- und Gemischter Chor

Berichte zum Thema
Weihnachtsfilm:
Deutsche Weihnachten
Mit Stefanie Hertel und Stefan Mross

Datum: Sonntag, den 1. Dezember 2002 18:00 Uhr Central Baptist Church

Wo Sie unter Freunden sind!
358 Ottawa Street South, Kitchener, Ontario
Jedermann ist herzlich willkommen.

Eintritt frei

 

Christkindlmarkt 2002
in Kitchener vom 4.-8. December

 

 

Mannheim Village Estates;
 
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Paul Tuerr Construction

 

Der Deutsch-Kanadische Kongress wünscht allen Mitgliedern und
Freunden ein Frohes und gesegnetes Weihnachtsfest
und Gesundheit und alles Gute im Neuen Jahr.

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