
Deutschkanadischer
Kongress
German Canadian Congress - Ontario
Sondereinlage Frühling: 2002
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Liebe Mitglieder und Freunde, des Öfteren wird die Frage gestellt:
Was tut der Deutsch-Kanadische Kongress (DKK) und was sind die
Aufgaben des Kongresses? Hier einige Antworten auf diese Fragen. Der DKK ist ein Dachverband für deutsche Vereine,
Kirchen und Firmen sowie für Privatpersonen die an der Arbeit des DKK
interessiert sind und diese unterstützen Der DKK Ontario trägt die Verantwortung für die
Region östlich von Manitoba Die Aufgaben und Ziele des DKK sind: a)
Kanadiern deutsch sprechender Herkunft eine vereinte Stimme gegenüber
dem Staat, der Presse und der Bevölkerung
im Allgemeinen zu verschaffen. b)
Beiträge, die deutsche und deutschfreundliche Bürger zum Aufbau
Kanadas geleistet haben, anzuerkennen und bekanntzugeben und in
bestimmten Fällen mit dem Heritage Award auszuzeichnen c)
Regelmäßige Zusammenkünfte mit Vertretern der Regierung und
der Medien um unsere Anliegen darzulegen d)
Unwahren negativen Veröffentlichungen jeglicher Art bezüglich
unserer Volksgruppe entschieden entgegenzutreten. e)
Kanadiern deren Kulturerbe Deutsch ist, in ihren gemeinsamen Wünschen
und Interessen zu helfen und sie zu unterstützen. f)
Vereine deren Kulturerbe Deutsch ist in der Pflege der deutschen
Kultur, Sprache und überlieferten Traditionen voll zu unterstützen und
ein Bindeglied für diese Vereine zu sein. g)
Eine Auskunft-Zentrale für Personen die Fragen betreffs
deutsch-kanadischer Anliegen, haben, mögen sie in Kanada oder in
anderen Ländern wohnen.
Fragebogen Wir
bitten Sie diesen Fragebogen auszufüllen und im beiliegenden Umschlag
an den DKK zu schicken. a)
Sind Sie mit der Arbeit des DKK zufrieden?
ja ________
nein __________
neutral__________ b)
Auf welchem Gebiet sollte der DKK aktiver sein
? Medien: mehr aktiv__________ weniger aktiv _________ gerade richtig _______ Politisch: mehr aktiv__________ weniger aktiv _________ gerade richtig _______ Kultur: mehr aktiv__________ weniger aktiv _________ gerade richtig _______ Geschichte: mehr aktiv__________ weniger aktiv _________ gerade richtig _______ Mitglieder Betreuung: mehr __________ gerade richtig _______ c)
Sind
Sie mit der Webseite http://www.dkk-ont.net
des DKK zufrieden? ja ________
nein __________
neutral__________ Beitrag
für Mitgliedschaft: $20.00
für Einzelpersonen $15.00 für
Senioren, $35.00 für Familien
hat sich in den letzten 10 Jahren nicht geändert. Die Unkosten sind jedoch beträchtlich gestiegen. Sind Sie für
eine Erhöhung der Beiträge oder sollen wir Mitglieder und Freunde um
eine Spende ansprechen. Erhöhung des Beitrags
________________
Spendenaktion
___________ Wir danken Ihnen für Ihre Beteiligung und Mitarbeit! |
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Problem der deutschen
Zwangsarbeiter
Fragen
an die Bundesregierung Bei
der Verabschiedung des Gesetzes zur Errichtung der Stiftung „Erinnerung,
Verantwortung und Zukunft“ am 6. Juli 2000, hatten die Abgeordneten
der CDU/CSU-Bundestagsfraktion eine Erklärung zur Abstimmung abgegeben.
Darin forderten sie unter anderem die Bundesregierung auf, mit
denjenigen Staaten, die nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges Deutsche
verschleppt und unter unmenschlichen Bedingungen zur Arbeit gezwungen
haben, oder mit deren Nachfolgestaaten Kontakt aufzunehmen mit dem Ziel,
dass die noch lebenden deutschen Opfer von diesen Staaten eine – der
deutschen Regelung entsprechende – Entschädigung in Form einer
humanitären Geste erhalten. Informationen des Arbeitskreises deutscher Zwangsarbeiter Der
Aufruf zur Erfassung deutscher Zwangsarbeiter hat eine große Resonanz
gefunden. Bis jetzt,
meldeten sich bereits über 32.000 Betroffene. Die
Problematik der deutschen Zwangsarbeiter wurden inzwischen auch in die
Politik eingebracht, um die Gerechtigkeitslücke im Verhältnis zu ausländischen
Zwangsarbeitern zu schließen. Nunmehr
scheint ein Teilerfolg erreicht worden zu sein. Die Stiftung für
ehemalige politische Häftlinge hat kürzlich beschlossen, unter
bestimmten Voraussetzungen auch deutschen Zwangsarbeitern
Leistungen zu gewähren. Das
Häftlingshilfegesetz (HHG) sieht zwar Leistungen nur an Personen vor,
die aus politischen Gründen in Gewahrsam genommen wurden. Eine lagermäßige Unterbringung als Folge von
Arbeitsverpflichtungen gilt nach dem Gesetz nicht als Gewahrsam im Sinne
des Gesetzes. Die Stiftung
will nunmehr aber auch dann von einer politischen Haft ausgehen, wenn
Personen nach Besetzung ihres Aufenthaltsortes entweder verschleppt,
interniert und zur Zwangsarbeit gezwungen wurden.
Bei einer Internierungsdauer von über 12 Monaten wird nunmehr
von einer politischen Haft ausgegangen.
Das HHG wendet sich an alle Deutschen und Volksdeutschen auch außerhalb
der
Grenzen des Deutschen Reichs. Berechtigte,
die bereits eine Kapitalentschädigung erhalten haben können eine
Nachzahlung beantragen. Angehörige
Verstorbener (Witwen, Witwer, Kinder und Eltern) fallen ebenfalls in den
Kreis der Leistungsempfänger. Jeder
einzelne ist aber verpflichtet, sich selbst an die Stiftung zu wenden.
Wenn Sie meinen, Sie fallen in die Gruppe des oben genannten
Personenkreises, schreiben Sie bitte an Stiftung
für ehemalige Häftlinge, Wurzer
St. 106, 53175 Bonn, Germany und fordern Sie, möglichst
unter Abgabe einer kurzen Begründung, die Übersendung eines
Antragsformulars an. Soweit
Sie sich noch nicht bei unserem „Arbeitskreis deutsche Zwangsarbeit“
gemeldet haben, sollten Sie dies zusätzlich tun.
Es ist wichtig, einen großen Personenkreis nachweisen zu können,
damit das Ausmaß des Problems deutlich wird und um auf eine Gesamtlösung,
die eine Entschädigung für alle und eine Verbesserung im Rentenrecht
einbezieht, zu drängen. Helfen
Sie mit, dass aus einem Teilerfolg ein ganzer Erfolg wird.
Seien Sie solidarisch. Diese
Information von der Stiftung für ehemalige Häftlinge in Bonn ist
gedacht, dass sich auch die ehemaligen Auslanddeutschen zur Zwangsarbeit,
Deportation zwecks einer Erfassung melden.
Die Betroffenen sollten über die angegebene Bonner Adresse
Antragsformulare anfordern. Stefan
Bastius |
Eine Erzählung von Max Huber
Es war vor dreißig Jahren. Dr. Berger stand am Katheder und schaute uns Gymnasiasten prüfend durch seine Goldbrille an, ehe er mit dem Unterricht begann: “Heute, kurz vor den großen Ferien, wollen wir unsere Geschichtsstunde einmal auflockern. Ich möchte nämlich sehen, was in euren Köpfen aus meinem Unterricht steckengeblieben ist.” Dr. Berger nahm die Brille ab, putzte sie umständlich und setzte sie wieder
auf. “Unser Thema heißt
heute: Beinamen gekrönter
Häupter. Jeder, der einen
solchen weiß, meldet sich.” Wir schauten uns belustigt an. Nun,
das wurde ja eine vergnügliche Stunde in dem sonst so strengen, fast
puritanisch nüchternen Raum, in dem wir bei Lateinprüfungen und
verzwickten mathematischen Aufgaben zu schwitzen pflegten.
Eine Hand flog in die Höhe.
“Karl der Große.” Dr. Berger nickte anerkennend. Ulrich, der Draufgänger, trompetete: “Iwan der Schreckliche, Katharina
die Große, Albrecht der Weise.” “Richtig.” Und nun flog eine Hand nach der anderen in die Höhe.
Wir wußten gar viele erlauchte Namen aus der Geschichte!
Namen, die mit Feuer und Schwert, mit Geist, Rachsucht.
Humor, Eifer, Neid, Liebe und Haß sich ins Geschichtsbuch der
Welt eingetragen hatten. “Otto der Lange, Karl der Kahle, Ludwig der Heilige.”
Alles wieherte vor Vergnügen.
Nun kam die Reihe an Wolfgang den Siebengescheiten.
“König Johann der Blinde von Böhmen.
Im Kampf mit den deutschen Rittern gegen die Litauer büßte er
ein Auge ein. Später
erblindete er auch auf dem anderen.
Gottfried der Höckerige, lothringischer Herzog…” Dr. Bergers Finger wies auf den nächtsten.
“König Alfons I. Von Aragonien und Navarra, der
Schlachtengewinner. Dann
Wilhelm der Eroberer, Karl der Kühne, Richard ohne Furcht und Friedrich
mit der gebissenen Wange!” „Ausgezeichnet“, schmunzelte unser Geschichtslehrer.
„Wißt ihr auch, warum der Mann zu seinem merkwürdigen
Attribut gekommen ist? Als
Friedrichs Mutter, die schöne Margarethe, vor ihrem ungetreuen Gemahl
floh, weil er sie mit dem Tode bedrohte, gab sie ihrem zurückbleibenden
Söhnchen Friedrich einen Abschiedskuß.
Von Schmerz überwältigt, biß sie ihn dabei in die Wange.“ Und dann ging es im munteren Trab weiter.
Ludwig XIV., der Sonnenkönig, Heinrich der Vogelsteller, Johann
der Schreckliche, Pipin der Kleine.
Alfons der Keusche. Dr. Berger hob seinen Zeigefinger. „Aber
noch fehlt einer. Einer der
ganz Großen, den wir nicht vergessen dürfen.“ Er dachte dabei an Otto I., den Stifter des Heiligen Römischen
Reiches Deutscher Nation. „Nun?“ Dr. Berger nickte unserem Benjamin dem blassen Burschen einer
Arbeiterwitwe zu. Benjamin erhob sich und lief rot an, wie er es immer zu tun pflegte, wenn
ihn einer aus seiner Beschaulichkeit in die Aktualität der Gegenwart
zerrte. Er besann sich kurz
und sagte stockend: „Jesus
der Christus.“ Die ganze Klasse quietschte. Nein,
so etwas! Wie konnte man
auch nur so etwas behaupten! Dr. Berger wurde aber sehr, sehr ernst.
Und da eben die Pausenglocke schellte, nahm er umständlich seine
Brille ab, putzte sie erst und setzte sie wieder auf. |
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